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Die besten Hotels in der Schweiz

Wenn es um Berge, frische Luft, innovatives Design und durchdachtes Wohnen geht, ist dieses europäische Land besonders knackig. Dies sind die besten Hotels in der Schweiz.

Casa Caminada, Fürstenau

Früher gab es für die Skifahrer im Schweizer Blauburgunder-Rheintal einen einzigen Grund, den Glamour von St. Moritz hinter sich zu lassen und zum Après-Ski eine Stunde nach Westen ins Dorf Fürstenau zu fahren: Schloss Schauenstein, ein unauffälliges Schloss aus dem 16. Jahrhundert mit einem Drei-Michelin-Sterne-Restaurant. Jetzt gibt ihnen sein Küchenchef Andreas Caminada einen Grund zum Übernachten. Im Oktober 2018 eröffnete er die exquisite Casa Caminada in einer wiedergeborenen Scheune auf dem Schlossgelände, wo rustikales Ambiente mit urbanen Akzenten gemildert wird und Authentizität den muffigen Luxus ersetzt, der in Schweizer Bergpalasthotels allgegenwärtig ist. In den 10 sonnendurchfluteten Zimmern im Obergeschoss sind die originalen Sichtbalken erhalten geblieben, die durch wiederverwendete Lärchenholz-Parkettböden und von lokalen Schreinern maßgefertigte Möbel ergänzt werden. Um die Maskulinität abzumildern, fügte Patricia Urquiola Elemente des raffinierten italienischen Stils hinzu, darunter mandarinenfarbene Tweed-Sofas und Loungesessel aus Messing und magentafarbenem Leinen, auf denen man die Sonne genießen oder einen Roman zu Ende lesen kann. Es ist unerwartet und fabelhaft. Das luftige neue Restaurant, das bei Wanderern beliebt ist, bietet eine hässlich-köstliche Alternative zur raffinierten Küche des Hauptschlosses. Es gibt buttrige und knusprige Maluns (bröselige Knödel aus geraspelten Kartoffeln), Ravioli mit getrockneten Birnen, die von knorrigen Bäumen im Schlosshof gepflückt wurden, und Walnusstorten, die in einem Vulkansteinofen gebacken wurden – und das alles mit einem umwerfenden Blick auf den Piz Beverin und die Lenzerhornberge. Das Casa Caminada bietet das Design und die Küche, die man 130 Meilen südlich von Mailand erwartet, in einer der herrlichsten Naturlandschaften der Welt.

Gstaad Palace, Gstaad

Wenn man durch die Berner Täler fährt und die steilen und kurvenreichen Straßen hinaufsteigt, ist es ein außergewöhnlicher Moment, wenn man zum ersten Mal das Palace auf dem Hügel sieht. Seine Magie – die schwindelerregenden Proportionen, der Glanz des Ganzen – ist gleichzeitig märchenhaftes Pastiche und zeitloser Klassiker. Es übt eine magnetische Anziehungskraft aus; Familien kommen seit Generationen hierher – das Berghotel Schweiz wurde 1913 eröffnet – ebenso wie gefallene Royals, Modedesigner und Filmstars. Es ist schick und glitzernd, aber immer noch edel. Früher gab es im lächerlich schönen Gstaad keine anderen Hotels von Bedeutung. Jetzt gibt es mehrere, aber das Palace ist immer noch die Königin, eine richtige Grande Dame, mit einem Augenzwinkern.

Grand Resort Bad Ragaz

Ein Schweizer Kurort hat etwas Beruhigendes an sich: die zügige Effizienz, die weißen Kittel, die Sanatoriumsatmosphäre. Der Rest der Welt kann wild toben, aber für diejenigen, die von schneebedeckten Bergen umgeben sind und einen Teppich über den Knien haben, wird alles gut sein. Und das Grand Resort Bad Ragaz ist da keine Ausnahme. Schon seit dem 13. Jahrhundert, als das geothermisch erwärmte Wasser der Taminaschlucht entdeckt wurde, pilgern Wellness-Suchende hierher. Es kommt nicht oft vor, dass ein Ort allen alles bieten kann, aber das hochoktanige, turboaufgeladene Bad Ragaz scheint es geschafft zu haben.

La Réserve Eden au Lac, Zürich

Das Eden au Lac ist seit 1909 ein Wahrzeichen am See. Es ist architektonisch üppig im Stil der Belle Époque – für Zürcher Verhältnisse fast schon schwülstig. Auf der Seeseite haben selbst die kleinsten Zimmer eine hervorragende Aussicht, während sich die Zimmer auf der Stadtseite, die am meisten von der Landschaft abgeschnitten sind, eher gemütlich als eng anfühlen, eher abgeschieden als eingeengt. Die Kombination aus Hochglanz und geringem Aufwand ist einzigartig in der Stadt.

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